Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. So wirklich denken kann ich noch nicht.
Am Dienstag war ich mit Nelly zum Tierarzt, weil sie nicht mehr fressen wollte und irgendwie schlapp wirkte. Ich dacht, sie hätte es im Magen, würde Tabletten bekommen und die Welt wäre wieder in Ordnung.
Es wurde in Blutbild gemacht und von da an lief alles wie im Film an mir vorbei. Die Nierenwerte wären so schlecht, sie hätte keine Chance mehr. Ich sollte noch mit ihr in die Tierklinik, aber es bestünde keine Hoffnung, sie je wieder mit nach Hause zu bekommen.
Ich muss unmenschliche Laute von mir gegeben haben. In der Tierklinik angekommen, wurde ihr nochmals Blut entnommen, dann nahm die Ärtzin meine kleine Maus auf den Arm und sagte, ich solle am nächsten Tag um 12 Uhr anrufen.
Ich kann und will gar nicht beschreiben, wie es mir die letzten Tage ging. Ich musste in ärtzliche Behandlung, konnte weder essen noch schlafen. Aber jeden Tag war ein klitzekleiner Lichtblick zu erkennen, die Werte sind etwas besser geworden und eben kam die Nachricht, dass sie wieder nach Hause darf.
Sie ist krank und muss von nun ab Medikamente und Diätfutter bekommen und Nierenwertkontrollen über sich ergehen lassen, aber ich darf sie wieder in die Arme schließen.
Das ist das schönste Geschenk, was ich je erträumt habe!
Ein Leben ohne mein Flitzeöhrchen hätte keinen Sinn für mich. Ich weiß, irgendwann ist sie alt und muss über die Regenbogenbrücke gehen, aber sie ist doch erst 4 Jahre alt und wir beide wollen doch noch so vieles gemeinsam erleben.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf.